Aktuelle Stories

Mit dieser Rubrik wollen wir eine Artikel-Serie quer durch den Traber-Gemuesegarten anbieten. Eine Naehe zu Baden soll womoeglich gegeben sein, ist aber keineswegs von noeten. Gerne laden wir dazu auch Gast-Autoren ein, die ihre Berichte an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. senden koennen, wobei der BTV natuerlich darauf achten wird, dass die Seriositaet stets gewahrt bleibt und Ueberlaengen vermieden werden.

Fahrplan zum Prix d-Amerique 2021/ I:

Den "Valzer" tanzte der Teufel!

Natuerlich sorgt Corona auch bei den Vorpruefungen bzw. Qualifikationen zum Prix d-Amerrique fuer ungewohnte Bilder: kein Publikum, daher praktisch keine Stimmung, wenngleich die exzellenten TV-Uebertragungen etwas entschaedigen. Mit etwas Gewalt wollen daneben die Verantwortlichen "den guten, alten" Prix d-Amerique moderner gestalten - nach dem "Grand Prix d-Amerique" machen sie nun das "Legend Race" daraus. Soll sein, wir bleiben beim "Prix d-Amerique". Bei den Quali-Bedingungen blieb es - und das ist gut so - bei den bisherigen Kriterien. Womit die drei Besten aus der ersten "B-Vorpruefung" ihre Tickets fuer den 31. Jaenner 2021 erhielten. Dieser Prix de Bretagne war uebrigens bei der Dotation um weitere 15.000 Euro gegenueber dem Vorjahr gekuerzt worden, womit nur noch 95.000 Euro ausgeschuettet wurden.

Mit dem gebuertigen Italiener Valzer di Poggio gab es einen sehr interessanten Favoriten, der all seine elf Starts 2020 zu Siegen umgemuenzt hatte, jedoch nun erstmals auf solche Kaliber traf und somit auch das klar gewinnaermste Pferd im Rennen war. Doch das wettende Klientel vertraute auf Jean-Michel Bazire, womit gleichzeitig dessen beiden anderen Schuetzlinge zu Aussenseitern avancierten - und das waren immerhin der zweifache "Bretagne"-Sieger Davidson du Pont und der vorjaehrige Dritte, Looking Superb. Prompt landeten beide unter "ferner liefen". Aber auch der "Valzer" schaffte es nicht: Bazire mutete ihm aber auch ein hoechst anstrengendes Rennen zu, liess ihn lange in dritter Spur aufmarschieren, ehe er erst am Berg in Front gelangte. Zwar schien er noch bei Erreichen des Einlaufs souveraen, doch wurde er sichtlich muede und sprang unweit der Ziellinie zudem ein. Ein Platz am Stockerl waere sich vermutlich ohnehin nicht mehr ausgegangen.

altDenn aussen marschierte die Konkurrenz maechtig auf. Den absolut besten Speed entwickelte dabei Diable de Vauvert (7j. H. v. Prince d-Espace), der mit Gabriele Gelormini in 1:12,8/ 2700 triumphierte, damit nur unwesentlich langsamer trabte als zuletzt Davidson du Pont (2018: 12,6/ 2019: 12,7). "Gabi" fungiert schon lange als Catchdriver, doch heuer startete das Duo so richtig durch: seit Mai fuenf Siege bei sechs Versuchen, darunter einmal im "Grand National du Trot", und jetzt also der wichtigste Erfolg ueberhaupt. Dass der "Teufel" (= "Le Diable") am letzten Jaenner-Sonntag dabei sein wird, versteht sich fuer den dann Achtjaehrigen wohl von selbst.

Aber auch die beiden haarscharf Geschlagenen werden die Einladung selbstverstaendlich annehmen: Gruppe-I-Dauergast Feliciano (David Thomain) lief stets im Vordertreffen auffaellig mit, und Bahia Quesnot (Junior Guelpa) liess ab dem Berg in dritter Spur (wo sie auch Diable de Vauvert mitzog) nicht mehr locker. Die (jetzt noch) Neunjaehrige haette aber ohnehin wohl genuegend Geld fuer die Teilnahme am "Rennen der Rennen" am Konto.

Als Vierter schrammte Fakir du Lorault an einem Fixplatz im "Amerique" vorbei, dahinter gefielen die "Millionaere" Carat Williams und Tony Gio recht gut. Hingegen war von Billie de Montfort nicht viel zu sehen, was von "Cornulier"-Doppelsieger Bilibili nach langer Pause ohnehin niemand erwartete.

Der naechste "PdA-Check" unsererseits folgt nach dem Prix du Bourbonnais am 13. Dezember. Der (vermutlich hohe) PdA-Favorit, Face Time Bourbon, wird erst zum Prix Tenor de Baune am 27. Dezember wieder auf dem Plateau de Gravelle erwartet.

Gerhard Reichebner

Mit nur 5 Buchstaben zu 2 Siegen!

Am Dienstag, dem 27. Oktober, im wahrsten Sinne des Wortes am Vorabend zum Pariser Wintermeeting 2020/21, realisierte Jean-Michel Bazire einen neuen Weltrekord. Natuerlich ist nicht gemeint, dass er die beiden ersten Rennen des Spaetnachmittags gewann, das waere ja keine Besonderheit, sondern mit welchen Pferden er dies schaffte: naemlich mit den jeweils skandinavisch gezogenen C D und Bo C. zwei Pferde, die fuer ihre Namen in Summe gerade einmal fuenf Buchstaben (plus einen Punkt) benoetigen, das gabs noch nie! Uebrigens konnten sich deren Leistungen wahrlich sehen lassen, denn sowohl die Daenin als auch der Schwede siegten in 1:11,8a/ 2100.

Das beruehmte Vincenner Meeting, zu dem sich diesmal Corona bedingt leider so wenige Besucher wie noch nie einfinden werden, begann offiziell dann tags darauf mit dem Prix des Cevennes als Hauptereignis, das in seiner Dotation weiter gekuerzt wurde: 2018 standen noch 110.000 Euro drueber, im Vorjahr 90.000, heuer nur mehr 75.000. Keine Frage, noch immer viel Geld fuer unsere Verhaeltnisse und in Zeiten wie diesen auch verstaendlich, aber trotzdem ein gewaltiger Schnitt.

Im Vorjahr hatte Jean-Michel, der sich nach einer kleinen schoepferischen Pause nun also stark wie eh und je zurueckmeldete, diesen Prix des Cevennes ebenfalls gewonnen, und zwar mit dem aktuell verletzten Seriensieger Cleangame. Heuer spannte er Dorgos de Guez an um den Titel prompt zu verteidigen. Der 7jaehrige Wallach reuessierte als 13:10-Topfavorit bei seinem achten (!) Jahreserfolg dank 1:12,8/ 2850 locker vor der treuen Bahia Quesnot (Junior Guelpa) und dem wiedererstarkten Anzi des Liards (Romain Derieux).

JMB
Jean-Michel Bazire

Hier noch die wichtigsten Termine fuer das Meeting bis 6. Maerz, wofuer am Ende dieser Woche ausserdem weitere News bekannt gegeben werden sollen. Vorgesehen sind 94 Renntage mit 778 Rennen, darunter:

22. November: Prix de Bretagne
13. Dezember: Prix du Bourbonnais
20. Dezember: Criterium des 3 Ans
27. Dezember: Criterium Continental, Prix Tenor de Baune
3. Jaenner: Prix de Bourgogne
17. Jaenner: Prix de Belgique
24. Jaenner: Prix de Cornulier
31. Jaenner: Prix d-Amerique
14. Februar: Prix de France
28. Februar: Prix de Paris

Gerhard Reichebner

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